
| Filmbesprechung |
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| LR Kultur |
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| 19.11.2005 01:05 |
| «Das Beste, das wir je hatten» |
| Gespräch mit Roland Rust, Cottbuser Filmfest-Chef |
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| Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Das gilt auch für das Festival des osteuropäischen Films in Cottbus, dessen 15. Auflage am vergangenen Sonntag beendet wurde. Der Hauptpreis war an den slowenischen Regisseur Jan Cvitkovic für seinen Film «Von Grab zu Grab» verliehen worden. Wir sprachen mit Festival-Direktor Roland Rust. |
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Wie fällt Ihr Festival-Fazit aus« Wir sind alle sehr glücklich, denn ich glaube, es war das beste Festival, das wir je hatten. Und das will etwas heißen: Immerhin waren wir auch vorher schon nicht schlecht. Woran machen Sie das fest» Wir hatten dieses Jahr ausgezeichnete Filme im Programm. Zudem hatten wir noch nie so viele Erstaufführungen. Und natürlich war die Zuschauerresonanz mit mehr als 16 000 Besuchern in diesem Jahr besser denn je. Wie sind Sie mit der Unterstützung von Stadt und Region zufrieden« Das Festival ist tiefer verankert als je zuvor. Wir haben uns mit den Jahren einen sehr guten Ruf erarbeitet. Noch nicht alle Cottbuser kommen zu uns, aber man kennt uns und ist stolz auf dieses Ereignis. Die kontinuierliche Förderung durch Land und Stadt sowie Sponsoren unterstreicht diesen Status. Welcher Moment bleibt Ihnen besonders in Erinnerung» Natürlich war es toll, den Oscarpreisträger István Szabó in Cottbus zu begrüßen. Nach mehreren Versuchen konnten wir endlich auch Regiseur Andreas Dresen für die Jury gewinnen. Im Gästebuch steht ein schöner Satz von ihm: „Cottbus liegt in der Mitte meines Herzens. Ich habe jeden Tag genossen. “Ein toller Moment für mich. Was sagen Sie zur Vergabe der Preise« Ich bin sehr zufrieden mit der Jury-Auswahl, wenngleich ich erwartet hätte, dass «Die fünfte Jahreszeit heißt Glück» auch den Hauptpreisabräumt. Aber glücklicherweise kann sich auch ein Festival-Direktor irren. Bei allem Lob: Stillstand darf sich kein Festival leisten. Was soll im nächsten Jahr besser werden» In seiner konzeptionellen Ausrichtung hat sich das Festival bewährt. Hier gibt es keinen Grund, etwas zu ändern. Potenziale gibt es sicherlich noch bei den jungen und jüngsten Kinobesuchern. Kinder und Studenten wollen wir nächstes Jahr noch mehr einbeziehen – vor allem in der Werbung. Wie hoch war das Budget in diesem Jahr« Etwas mehr als eine halbe Million Euro, wovon das meiste aber wieder in der Region ausgegeben wird. Ist die finanzielle Zukunft des Festivals gesichert» Wir sind sehr froh, dass wir auf Sponso ren-Ebene trotz Wirtschaftsflaute das Niveau der vergangenen Jahre halten und leicht ausbauen konnten. Die Fördergelder des Landes und der Stadt muss das Festival auch im 16. Jahr wie jedes Jahr neu beantragen. Deswegen müssen wir Bedeutung und Leistung des Festivals immer wieder aufs Neue unter Beweis stellen. Zum Zuschauerboom hat auch der wiedereröffnete «Weltspiegel» beigetragen. Können Cottbuser dort zukünftig auch außerhalb des Festivals osteuropäische Filme sehen? Darüber muss man reden. Wir würden uns natürlich freuen, die Filme auch außerhalb des Festivals in Cottbuser Kinos und ins Bewusstsein zu bringen. Das ist ja genau das, was wir wollen. Mit ROLAND RUST sprach Andreas Braun von der Cottbuser Tageszeitung 20cent |
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