
| Filmbesprechung |
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| Festival des osteuropäischen Films Cottbus |
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| 08.11.2005 09:14 |
| "Weltspiegel" öffnet sich zum Filmfest mit neuer Leinwand |
| Der erste Film soll am 9. November laufen |
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Die Geschichte des Cottbuser Kinotheater "Weltspiegel"
- Der Cottbuser Geschäftsmann Paul Schneider gründet um 1907
die "Photographische Gesellschaft Weltspiegel m.b.H."
- Im Oktober 1910 legt Carl Lindemann aus Tegel ein Projekt zum Umbau
der gemieteten Räume auf dem Grundstück von Paul Schneider,
Kaiserstraße 78/79 / Ecke Roßstraße, für Kinematographen-Vorführungen
vor. Dieses Projekt wird vom Magistrat der Stadt Cottbus nicht genehmigt.
- Im Mai 1911 Baubeginn des Lichtspieltheaters "Weltspiegel"
auf dem Grundstück Kaiserstraße 78 / Ecke Roßstraße.
Das Projekt geht auf den Entwurf des Cottbuser Architekten Paul Thiel
(gest. März 1911) zurück. Die Ausführung übernimmt
das Bauunternehmen von Maurermeister Moritz Hausten unter der Leitung
der Cottbuser Architekten Schmidt & Arnold. Bauherr ist die "Lichtspiel-Gesellschaft
Weltspiegel m.b.H."
- 4. Oktober 1911: Einweihung des Kinoneubaus
- 29. Mai 1929: erste Tonfilmvorführung
- 27. Dezember 1929: in einer Kinoanzeige erklärt sich der "Weltspiegel"
zum größten Lichtspielhaus der Niederlausitz
- 1949, 1951/52, 1956, 1976 und 1990 Veränderungen und Renovierungsarbeiten
an der Fassade und im Inneren
- 27. Mai 1998: Einstellung des Kinobetriebes
- Herbst 1998 und 2002: Nutzung des Kinosaales für das Cottbuser
Filmfestival des Jungen Osteuropäischen Filmes
Das Cottbuser Kinotheater "Weltspiegel" ist der älteste
noch erhaltene reine Kinozweckbau Deutschlands. Die 1911 in Berlin errichteten
Kinobauten "Armor-Lichtspiele" in Wilmersdorf, "Luna-Palast"
in Friedrichshain und "Union-Lichtspiele" in Charlottenburg
wurden Opfer des Zweiten Weltkrieges.
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Am Morgen des 9. November wird nach dreijähriger Zwangspause wieder der erste
Film über die Leinwand des "Weltspiegel" flimmern. Der 1911 errichtete
erste Kino-Bau Deutschlands ersetze den Glad-House-Saal als Spielstätte für
das Festival des osteuropäischen Films, erklärte Festivalmanager Andreas
Stein auf RUNDSCHAU-Nachfrage.
Vorgesehen sei, das morgendliche Nachspiel der Wettbewerbsfilme vom Vorabend sowie die Kategorie "Jugendfilm" im "Weltspiegel" laufen zu lassen. Außerdem stünde das Traditionshaus an der Rudolf-Breitscheid-Straße auch als Aufführungsort für "Nationale Hits", die "Spektrum"-Reihe und das Defa-Sonderprogramm zur Debatte.
Der "Weltspiegel", so Stein, sei "das einzige richtige Kino" unter den Spielstätten des Festivals und bringe deshalb einen Charme und eine Atmosphäre mit, die an den anderen Orten nicht zu haben seien. Andreas Stein: "Wir sind deshalb froh, dass wir uns mit dem Betreiber einigen konnten." Der werde das Haus bis zum Beginn des 15. Filmfestivals, das vom 8. bis 12. November stattfindet, sanieren. Die Erneuerung der Heizung und der Sanitäranlagen sei bereits abgeschlossen. Außerdem sollen neue Projektionstechnik und eine neue Leinwand eingebaut werden. Im "Weltspiegel" stehen zum Festival nach den Worten des Festivalmanagers 380 Plätze zur Verfügung, 140 mehr als im Glad-House-Saal.
Bereits in den Jahren 1999 bis 2002 gehörte das Kino zu den Spielstätten des Filmfestivals, war in den Jahren darauf aber wegen seines maroden Bauzustands nicht mehr genutzt worden. Weitere Spielstätten sind die Stadthalle, die Kammerbühne und das Obenkino.(ue) |
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