Ein Glück: Gedreht werden diese kurzen Streifen trotzdem. Auf kleinen, aber interessanten Kurzfilmfestivals dürfen sie dann auch dem Publikum gezeigt werden. Die "Lange Nacht der kurzen Filme" in Cottbus stellte in 146 Minuten die besten Filme des Interfilm-Festivals Berlin und aktuelle Arbeiten aus den deutschen Filmhochschulen vor. Mit von der Partie waren:
"A Heap of Trouble" (Wales 2000). Zwischen Ansteckung und Massenwahn: In der heilen Welt einer Wohnsiedlung beginnen die Männer sich ekstatisch zu benehmen. Sie ziehen los als Revolte wider die Mittelmäßigkeit.
"Triggerhappy" (Schweden 2001), ein irrer Western oder ein Computerspiel, das jeden verlieren lässt. Oder beides.
"John Lee and me" (Regie: Max Erlenwein). Er liebt den Jazz. Und ein Mädchen. Und er wird sechzehn. Der junge Musiker Jonas hat sich viel vorgenommen für diese Nacht.
Auf vielfachen Wunsch wurde noch einmal der ultimative Lausitz-Kultfilm wiederholt: "Hinten scheißt die Ente" von Sabine Michel. Mitten in den verlassenen Welten des Lausitzer Landes prallen ein Bauer und ein Städter im Streit um eine geschossene Ente aufeinander. Bitterböse Ost-West-Satire, in der die Verlierer einmal als letzte herzlich und vor allem schadenfroh lachen dürfen.
Über 200 Besucher drängten sich ins Gladhouse und viele mussten ohne Karte wieder gehen. Ein tolles Ergebnis für das Obenkino und den Verein Kommunales Kino Cottbus e.V.
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